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Schlaglicht Invasion der Kuscheltiere - Waschbären breiten sich aus Sie kommen nachts und machen sich über Biotonnen und Obstbäume her. Ihre Schlafplätze haben viele schon vom Wald in die Häuser, auf die Dachböden verlegt. Der ätzende Urin zerfrisst die Dachbalken und die Geräusche lassen die Bewohner nicht schlafen. Waschbären, aus Amerika, sind zur Plage in Deutschland geworden. In den dreißiger Jahren wurde ein Pärchen in der Nähe von Kassel, am Edersee, ausgesetzt. Heute schätzt man, dass bis zu einer Millionen Bären Deutschland bevölkern. Nordhessen und Niedersachsen sind ihr "Eldorado". Kassel gilt als die "europäische Hauptstadt" der Waschbären. Immer mehr Bewohner der nordhessischen Stadt sind von den auf den ersten Blick "kuscheligen" Tieren "genervt". Sie verbarrikadieren mittlerweile den Aufstieg zu den Dächern, um sich vor der "Invasion der Plagegeister" zu schützen. Wer sie erst mal im Haus hat, wird sie kaum wieder los. Einer ihrer beliebtesten Übernachtungsplätze sind Kaminzüge. Wolfgang Huhn beobachtete über mehrere Wochen Hauseigentümer im Kampf mit den "Plagegeistern im Kamin". Er begleitete eine Forschergruppe, die Waschbären mit Peilsendern verfolgt, um mehr über ihre Lebensgewohnheiten heraus zu bekommen. |
Eine 30-Minuten-Reportage pur, die jeden Dienstag um 22.30 Uhr im Südwest Fernsehen ausgestrahlt wird. Etwa achtmal im Jahr steuert der SR eine komplette Sendung bei. Es geht dabei um Schicksale und um Ereignisse, die vor laufender Kamera von Station zu Station verfolgt, nachgezeichnet werden.
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Wolfgang Wirtz-Nentwig, Karin Lambert-Butenschön
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