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Bergleute unter Tage (Foto: dpa)

Ausstellung - Das Erbe

Ende November 2012 ist auf der ehemaligen Grube in Reden die Ausstellung "Das Erbe" eröffnet worden. Sie soll die Erinnerung an die lange Bergbau-Tradition bewahren. Im Juni 2012 ist der Bergbau im Saarland und damit eine über 250-jährige Geschichte zu Ende gegangen.

(30.11.2012) Einige Wochen nach der allerletzten Schicht im letzten Saar-Bergwerk, ist nun die Dauerausstellung "Das Erbe“ eröffnet worden. In der Waschkaue des ehemaligen Bergwerks in Reden wird auf insgesamt 1300 Quadratmetern die Erinnerung an die 250-jährige Bergbaugeschichte des Saarlandes wach gehalten. Gezeigt werden dort in 24 Themenbereichen rund 800 Exponate.

Die Ausstellung, entworfen vom Kurator Jürg Steiner, hat drei Schwerpunkte: Der erste Teil ist dem gefährlichen Arbeiten unter Tage gewidmet. Im zweiten Teil steht der Einfluss des Bergbaus auf das soziale Leben im Mittelpunkt - auch mit Blick auf die Frau und das Leben von Bergmannsfamilien. Der dritte Teil befasst sich mit dem, was vom Bergbau bleiben wird, u.a. mit Traditionen und Werten. So wandert der Besucher langsam von der Welt untertage in die Welt übertage.

Zukünftige Nutzung der Bergbauflächen

Die Landesregierung hat insgesamt 1,5 Millionen Euro bereit gestellt. 250.000 Euro davon werden für ein Denkmal verwendet, der Rest fließt in die Ausstellung. Neben Schulen und anderen interessierten Gruppen sollen auch Bergbaugeschädigte bei der Gestaltung der Schau mitwirken. Für die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer könnte aus der Ausstellung auch mehr werden. Sollte sich die Möglichkeit ergeben, „das Erbe“ trotz der schwierigen Haushaltslage zu verlängern, werde die Landesregierung die Chance nutzen, betonte sie. Noch sei es aber zu früh, um eine endgültige Aussage zu treffen. Reden insgesamt habe aber das Potenzial, sich als „ein außerschulischer Lernort zu etablieren“.

"Das zentrale Herzstück der Erinnerungskultur"
Kramp-Karrenbauer sprach außerdem von einer „Baustelle Zukunftsgestaltung“ durch das Ende des Bergbaus. Die Politik müsse die Frage beantworten, welche Flächen für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes genutzt werden könnten. So seien auf früheren Bergbau-Flächen neue Standorte für erneuerbare Energien denkbar. Auch der Bau eines Pumpspeicherwerks in einem Zechenschacht sei vorstellbar.

Wie es mit der „Baustelle Zukunftsgestaltung“ letztendlich weiter gehen soll, wird ein Gutachten des Wirtschaftsministeriums zeigen. Dann wird auch entschieden, welche der Gebäude als Denkmäler erhalten werden können. Dazu sollen möglichst viele Fördergerüste zählen, so Reinhard Klimmt, denn diese würden „die Landschaft genauso prägen wie Kirchtürme“. Klimmt hofft außerdem auf eine hohe Besucherresonanz: „Es wäre schön, wenn es bis 2018 ginge; dann läuft auch in Nordrhein-Westfalen der Bergbau aus.“

Dossier - Bergbauende an der Saar

Letzte Aktualisierung: 28.06.2014 - 16:20:46 Uhr (CEST)
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