Das Saarländische Staatstheater wird in dieser Saison umgebaut. Dann sind die Aufführungen an unterschiedlichen Spielorten im Saarland zu sehen. Mit einer neuen Plakatkampagne sollen Prominente die Zuschauer zu den neuen Spielstätten locken.
(05.02.2013) Das Saarländische Staatstheater wirbt von kommender Woche an auf Großplakaten mit viel Prominenz um mehr Zuschauer. Die Kampagne ist in Saarbrücken vorgestellt worden.
Die Plakate zeigen den Schauspieler Harald Krassnitzer, „Tagesschau"-Sprecher Jan Hofer und Fernsehkoch Christian Rach. Auch der frühere Fußballtrainer Reiner Calmund sowie die Boutique-Unternehmerin Brigitte von Boch sind auf den Plakaten zu sehen. „Meine Zeit am Staatstheater war für mich eine sehr schöne und wichtige“, sagte Harald Krassnitzer, der 1991/92 in Saarbrücken spielte. Wenn ein Theater in Not gerate, helfe man gern. Jan Hofer, der bis 1984 beim Saarländischen Rundfunk war, sagte, es müssten wieder mehr Menschen fürs Theater gewonnen werden. Das Haus in Saarbrücken leide „wie viele andere Theater an großem Geldmangel, weil die Menschen es nicht mehr richtig wahrnehmen."
"Staatstheater stellt außer-Haus-Kampagne vor" [Video, aktueller bericht, 05.02.2013]
An der Werbeaktion beteiligt sich auch der Saarbrücker Drei-Sterne-Koch Klaus Erfort. Er lädt 20 Besucher nach der Premiere der Verdi-Oper „Rigoletto“ am 27. April in der Völklinger Hütte zu einem „Essen mit Stars“ ein. Karten dafür sollen unter den Premiere-Abonnenten des Staatstheaters verlost werden. Für Auswärtige soll zur Premiere ein Paket mit Übernachtung, Opern-Besuch und Sechs-Gänge-Menü im „Gästehaus Erfort“ geschnürt werden.
Generalintendantin Dagmar Schlingmann ist erfreut, dass so viele „herausragende Persönlichkeiten“ gewonnen werden konnten: „Diese Kampagne zeigt, was möglich ist, wenn man sich gemeinsam für Kultur einsetzt.“ Die Promis hätten spontan zugesagt und verzichteten auf Gage. Die Aktion koste deshalb nur etwa 35.000 statt rund 100.000 Euro.
Bis in den Herbst hinein werden die Stücke des SST auf anderen Bühnen präsentiert. Die Tanzsparte weicht ins „Le Carreau“ nach Forbach aus, Oper und Schauspiel nutzen die „Industriekathedrale Alte Schmelz“ in St. Ingbert und die Christkönigkirche in Saarbrücken als Bühne. Zudem sind Aufführungen im Weltkulturerbes Völklinger Hütte geplant. Bis November soll vor allem die Bühnentechnik im Stammhaus in Saarbrücken erneuert werden.