
Im Jahr 2020 könnten im Saarland über 1000 Fachkräfte im Pflegebereich fehlen. Sowohl das Rote Kreuz als auch der Malteser Hilfsdienst wollen etwas dagegen unternehmen. Sie bieten Ausbildungen zu Pflegeassistenten an. Die Lehrgänge starten in Kürze.
(20.01.2013) Schon in zwei Jahren könnten im Saarland fast 600 qualifizierte Pflegefachkräfte fehlen. Davon geht die Saarländische Pflegegesellschaft aus. Nach ihren Berechnungen werden es 2020 über 1000 fehlende Fachkräfte sein. Das Deutsche Rote Kreuz und der Malteser Hilfsdienst versuchen deshalb, Menschen mit Lehrgängen für eine berufliche Tätigkeit in der Pflege zu gewinnen.
Für den Kurs beim Malteser Hilfsdienst sind noch bis Anfang Februar Anmeldungen möglich. Weitere Informationen für Interessierte gibt es telefonisch unter 0681/9352006.
Beim Roten Kreuz in St. Ingbert startet am 21. Januar ein Kurs zur Ausbildung von Betreuungs- und Pflegeassistenten, der bis Mai dauern wird. Er richtet sich an Pflegehelfer und -helferinnen ohne Qualifizierung, an Sanitätsdiensthelfer und Personen, die eine Umschulung planen. Außerdem sind auch Menschen angesprochen, die Angehörige pflegen und sich deshalb weiterbilden wollen.
Der Lehrgang besteht aus einem Grundlagen- und einem Aufbaumodul. Es werden unter anderem Grundkenntnisse der Ersten Hilfe vermittelt, grundpflegerische Maßnahmen und der qualifizierte Umgang mit demenzkranken Menschen.
Ähnliche Kenntnisse vermittelt auch der Malteser Hilfsdienst in einer Schwesternhelferinnen- und Pflegediensthelfer-Ausbildung. Der Lehrgang in Saarbrücken beginnt Mitte Februar und dauert ebenfalls bis Mitte Mai. Dreimal pro Woche finden Unterrichtseinheiten für die Teilnehmer statt.
Die Ausbildung soll die Teilnehmer befähigen, examiniertes Personal in Sozialstationen und Seniorenheimen zu unterstützen oder die Pflege von Angehörigen zu Hause zu erleichtern. Die Kurse des DRK und des Malteser Hilfsdienstes sind zertifiziert und können über die Agenturen für Arbeit gefördert werden.