
Anfang November soll in der St. Ingberter Kindertagesstätte ein Kind ein anderes Kind 15 Mal gebissen haben. Nach Informationen der Saarbrücker Zeitung hat die Staatsanwaltschaft nun Ermittlungen gegen zwei Erzieherinnen aufgenommen.
(07.12.2012) Konnten die Erzieherinnen nichts tun oder handelten sie fahrlässig? Anfang November hatte sich in der katholischen Kindertagesstätte „Kinderkirche St. Pirmin“ in St. Ingbert ein tragischer Vorfall ereignet. Ein zweijähriger Junge soll ein eineinhalbjährigen Jungen ganze 15 Mal gebissen haben. Nach Angaben der Saarbrücken Zeitung ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft Saarbrücken gegen zwei Erzieherinnen wegen des Verdachts auf fahrlässige Körperverletzung.
Die Kleinkinder sollen nach Angaben der Staatsanwaltschaft Kopf an Kopf in zwei mit Netzen gesicherten Reisebetten gelegen haben. Der ältere Junge soll dann aus seinem Bettchen in das des Eineinhalbjährigen gekrabbelt sein und diesen dann dort verletzt haben. Eine der beiden Erzieherinnen soll dann erst durch das Weinen des gebissenen Jungen auf den Vorfall aufmerksam geworden sein.
Laut Saarbrücker Zeitung fanden sich Bisswunden an Rücken, Gliedmaßen und im Gesicht des verletzten Jungens. Die Eltern stellten Strafanzeige. Nach einer Voruntersuchung wird nun ermittelt. Ob tatsächlich Anklage erhoben wird, ist derzeit noch unklar.