
Ältere Menschen können sich im Saarbrücker Stadtteil Brebach seit einigen Monaten an eine zentrale Anlaufstelle wenden, wenn sie Hilfe brauchen. Das Bürgerinnenzentrum organisiert Nachbarschaftshilfe und macht Angebote für Senioren.
(28.01.2013) „Brebach versorgt sich selbst“ - heißt es seit dem Sommer 2012 in dem Saarbrücker Stadtteil. Finanziert wird das Projekt zum Teil aus Landesmitteln. Träger ist das Diakonische Werk an der Saar (DWSaar). Ziel des Projekts ist es, die Lebensbedingungen älterer Menschen zu verbessern. Für sie gibt es eine zentrale Anlaufstelle.
„Brebach braucht ein die Generationen, Lebenslagen und Ethnien übergreifendes Zukunftskonzept: Alten Menschen soll es ermöglicht werden, so lange wie möglich selbstbestimmt und bei angemessener Lebensqualität in ihrem Zuhause leben zu können“, sagte die Koordinatorin Ulli Heß.
Der Stadtteiltreff hilft zum Beispiel, eine kleinere Wohnung zu suchen und den Umzug zu regeln. Hier wird ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe organisiert und es finden Informationsveranstaltungen statt. Die zentrale Anlaufstelle macht Beteiligungs-, Bildungs- und Freizeitangebote. Die Macher legen Wert darauf, dass auch ältere türkische Migranten teilnehmen könnten. Diese sind in bisher vorhandenen Freizeitangeboten kaum eingebunden.
Die Landesregierung unterstützt das Projekt mit 30.000 Euro. Gesundheitsminister Andreas Storm (CDU) übereichte heute persönlich den Zuwendungsbescheid. „Das Konzept einer quartiersbezogenen Stadtteilarbeit ist angesichts der demografischen Entwicklung in unserem Land zukunftsweisend, sagte Storm, „und hat gewissermaßen Vorbildcharakter.“ Daher unterstütze sein Ministerium das Projekt gerne auch weiterhin.