
In der Saarbrücker Innenstadt haben am Donnerstagabend rund 70 Menschen für faire Arbeitsbedingungen in Textilfabriken demonstriert. Zu der spontanen Aktion hatte das Netzwerk Entwicklungspolitik Saarland aufgerufen. Anlass war der Brand in einer Textilfabrik in Bangladesh mit 112 Toten.
(29.11.2012) 112 Kerzen für 112 Tote in Bangladesh: Das war das Motto der Schweigedemo zwischen der Europagalerie und dem Beginn der Saarbrücker Einkaufsmeile Bahnhofsstraße. Hier sitzen Textilunternehmen wie C&A, KiK oder H&M, deren Zulieferer in solchen Fabriken nähen lassen. Die Arbeitsbedingungen dort sind oft menschenunwürdig. Unfaire Löhne, direkter Kontakt mit gefährlichen Chemikalien, barrikadierte Notausgänge und nicht funktionierende Feuerlöscher sind in vielen Fabriken Realität.
An der Gedenk-Aktion nahmen auch Organisationen wie attac Saar, Greenpeace, der NABU und die Fairtrade Initiative Saarbrücken teil. Das Ziel, auch 112 Demonstranten zusammenzubringen, haben die Organisatoren zwar nicht ganz erfüllt, aber mit den signalroten brennenden Kerzen Zeichen setzen können.