
Eis- und Schnee haben am Sonntag für glatte Straßen im Saarland gesorgt. Nach Polizeiangaben ereigneten sich zahlreiche Unfälle, sieben Personen wurden dabei leicht verletzt. Viele Veranstaltungen mussten abgesagt werden. Für die Nacht sind neue Niederschläge angekündigt.
(20.01.2013) Der Winter hat das Saarland wieder fest im Griff. Eisregen und Schnee haben die Straßen landesweit in Rutschbahnen verwandelt - vor allem die Höhenlagen waren betroffen. Wie die Polizei mitteilte, wurden bis zum frühen Abend 30 glättebedingte Unfälle registriert. Sieben Menschen wurden dabei leicht verletzt. Ein Autofahrer, der sich mit seinem Pkw überschlug, erlitt einen Schock.
Am Nachmittag hat sich die Lage zwar etwas entspannt, am Abend und in der Nacht ziehen aber wieder dichte Wolken auf, die weitere Niederschläge mit sich bringen. Es besteht weiterhin hohe Glättegefahr.
Infolge des Eisregens mussten zahlreiche Veranstaltungen abgesagt werden, darunter auch mehrere Gottesdienste am Morgen. Behinderungen gab es auch im Bahn- und Flugverkehr. Vor allem in Südwestdeutschland mussten Reisende teils lange auf ihren Zug warten.
Der Flugverkehr an Deutschlands größtem Airport wurde wegen Eisregens zeitweise komplett eingestellt. Der Eispanzer auf den Flugzeugen sei so dick, dass eine Enteisung nicht mehr möglich sei, teilte ein Sprecher des Betreibers Fraport mit. Weil zwischenzeitlich alle Parkpositionen belegt waren, konnten auch keine Maschinen mehr landen. Bis zum Abend waren bereits knapp 300 Flüge ausgefallen.
Aus Anlass der Witterungsverhältnisse im gesamten Südwesten wird heute Abend im SR Fernsehen um 20.15 Uhr ein Wetter-Extra ausgestrahlt. Die nachfolgenden Sendungen verschieben sich um jeweils zehn Minuten.
Auch Baden-Württemberg war besonders von Schnee und Eis betroffen. Die Autobahnen 5, 6 und 8 bei Karlsruhe und Stuttgart wurden mehrere Stunden abschnittsweise gesperrt, wegen der extremen Glätte kamen selbst Streufahrzeuge nicht mehr weiter.