
Vereine und Gastronomen können aufatmen – zumindest vorerst. Denn die geplante Gebührenordnung der GEMA, die für viele eine massive Verteuerung bedeutet hätte, wird zunächst nicht in Kraft treten.
(21.12.2012) Monatelang währte der Streit über die neue Gebührenordnung der GEMA, zahlreiche Clubs und Gastronomen sahen sich in der Existenz bedroht. Nun haben sich Vertreter der GEMA und der Bundesvereinigung der Musikveranstalter (BVMV) jedoch auf einen Kompromiss geeinigt: Die meisten Veranstaltungen, mit Ausnahme von Konzerten, werden ab kommendem Jahr fünf Prozent teurer, ab April müssen Clubs und Discos dann zehn Prozent mehr zahlen.
Die Fronten zwischen der GEMA und vielen deutschen Clubbetreibern waren wegen der Tarifreform verhärtet. SR-online hat die Streitpunkte zusammengefasst.
Die umstrittene Tarifreform soll nun zunächst ein Schiedsverfahren durchlaufen und frühestens zum 1. Januar 2014 in Kraft treten.
Einer der Initiatoren dieser Lösung war Saar-Wirtschaftsminister Heiko Maas (SPD). Er hatte sich am 4. Dezember bei der Wirtschaftsministerkonferenz in Kiel für einen Dialog ausgesprochen und zeigt sich nun entsprechend zufrieden, „dass die GEMA auf die Einwände aus Politik und Kultur reagiert“ habe.
„Für die saarländischen Vereine und Gastronomen bedeutet dies, dass die für 2013 geplanten teilweise massiven Erhöhungen der GEMA-Gebühren erst einmal vom Tisch sind und die kulturelle Vielfalt in unserem Land damit weiter gewährleistet ist“, so Maas weiter. Nun müsse man im Dialog mit den Musiknutzern dafür sorgen, dass die Urheber von Musikwerken „eine faire Entlohnung für die Nutzung ihrer Werke“ erhalten.