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Lehrerin im Unterricht einer Grundschule (Foto: dpa) Lehrerin im Unterricht einer Grundschule

Grundschulrektoren beklagen Belastung

Die Leiter saarländischer Grundschulen sind unzufrieden: Sie haben im Bundesvergleich die höchste Unterrichtsverpflichtung, aber die Verwaltungsarbeiten werden immer mehr. Der Saarländische Lehrerinnen- und Lehrerverband fordert Unterstützungvom Bildungsministerium.

(04.12.2012) Verwaltungsarbeiten, Dokumentation, die Einrichtung von Förderkursen und –plänen sowie Gespräche mit Eltern und Lehrern – und dazu noch Unterricht. So sieht der Alltag eines Grundschulrektors aus Sicht des Saarländischen Lehrerinnen- und Lehrerverbandes (SLLV) aus. Sie beklagen, dass zwar immer mehr Aufgaben dazu kommen, aber viel zu wenig Zeit hätten.

Zudem fehle die Zeit anderswo, zum Beispiel, wenn es darum gehe, bei Problemkindern eingreifen zu können und Gespräche mit dem schulpsychologischen Dienst oder dem Jugendamt zu führen.

Fünf Stunden pro Woche werden saarländischen Grundschulrektoren zum Ausgleich von der Lehrtätigkeit befreit. Zum Vergleich: In Rheinland-Pfalz sind es 15 Stunden. Der SLLV fordert daher eine Erhöhung auf mindestens acht, besser aber 14 Stunden. Darüber hinaus sei die Unterrichtsbelastung der Lehrer mit 28,5 Stunden pro Woche insgesamt zu hoch und soll auf 27 reduziert werden.

Bausch: „Stiefkind der Bildungspolitik"

Während des Kultusministerium betont, dass jede Stelle an Grundschulen besetzt sei, sieht der SLLV für die Zukunft Probleme, da Lehrer möglicherweise in andere Bundesländer „auswandern“. Die Besoldung sei zu niedrig im Vergleich mit der hohen Arbeitsbelastung und eine Beförderung dauere sehr lange, klagt Lisa Brausch, stellvertretende Landesvorsitzende des SLLV. „Die Grundschule ist das Stiefkind der Bildungspolitik im Saarland. Wenn es so weiter geht, werden wir irgendwann keine Kandidaten mehr finden, die sich auf diese Stellen bewerben."

Auch das Vorhaben des Kultusministeriums, die Stelle eines Konrektors nicht mehr zu besetzen, wenn weniger als 180 Kinder an einer Schule sind, sieht Brausch kritisch: „Wir fordern für jede Grundschule einen Konrektor, unabhängig von den Schülerzahlen sowie eine gleiche Besoldung wie in der Sekundarstufe I an den Gemeinschaftsschulen."

Letzte Aktualisierung: 04.05.2014 - 09:30:37 Uhr (CEST)
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