
In den saarländischen Wäldern wird immer häufiger Holz gestohlen. Grund dafür sind steigende Energie- und Rohstoffkosten. Da die Täter meist bereits fertig bezahltes Holz mitnehmen, sind die Leidtragenden oft die Käufer. Der Schaden wird auf mehrere zehntausend Euro geschätzt.
(09.02.2013) Die Preise für Energie und Rohstoffe steigen kontinuirlich an - für viele wohl ein Anlass sich kostenlos selbst mit Brennholz aus dem Wald zu versorgen. Doch das ist Diebstahl. Der Schaden im Saarland wird vom Umweltministerium auf mehrere zehntausend Euro beziffert.
Eine Sprecherin des Ministeriums sagte, dass die Mitnahme von Brennholz für den Eigenbedarf verboten sei, aber die steigenden Heizkosten die Hemmschwelle zum Diebstahl sinken lasse. Außerdem sei es einfacher zu stehlen als Erdgas oder Heizöl.
Die Leidtragenden sind oftmals jedoch nicht die Waldbesitzer, sondern die Holzkäufer. Der Geschäftsführer des saarländischen Privatwaldbesitzerverbands, Wolfgang Pester, sagte: „Da beim Verkauf der Gefahrenübergang vom Waldbesitzer an den Käufer stattfindet, ist der Schaden nicht beim Verkäufer zu sehen, sondern beim Käufer, der dadurch häufig leer ausgeht."