
Luxemburg erhöht die Spritpreise. Damit müssen saarländische Tanktouristen tiefer in die Tasche greifen. Generell gehört das Saarland zu den teuersten Tankregionen im Bundesvergleich.
(25.01.2013) Bisher haben viele saarländische Autofahrer beim Betrachten der Spritpreise noch beruhigt mit den Achseln gezuckt und sind nach Luxemburg zum Tanken gefahren. Aber der Abstand wird allmählich kleiner. Seit heute kostet der Sprit zwei Cent mehr pro Liter. Super-Benzin liegt damit bei 1,35 Euro.
Umgekehrt gehört das Saarland zusammen mit Rheinland-Pfalz zu den Bundesländern mit den höchsten Spritpreisen. Das geht aus Erhebungen des ADAC hervor. Demnach kostete der Liter Super E10 in Saarbrücken in der vergangenen Woche im Schnitt 1,58 Euro. Das sind knapp vier Cent mehr als in anderen Städten bundesweit. Bei Diesel ist die Preisdifferenz sogar noch größer.
Insgesamt war 2012 Tanken so teuer wie nie zuvor. Im Vergleich zum Vorjahr gab es einen Anstieg von 7,6 Cent bei Benzin und 6,7 Cent bei Diesel. Am 13. September mussten Autofahrer für einen Liter E10 über 1,70 Euro zahlen – der teuerste Tag seit Beginn der Aufzeichnung der Spritpreise 1950.
Nur Diesel kostet in Luxemburg weiterhin 1,24 Euro pro Liter. Auch bei Erdgas bleibt alles beim Alten. Aber gerade beim Diesel ist in Luxemburg Vorsicht geboten. Trotz regelmäßiger Kontrollen gibt es immer wieder schwarze Schafe unter den Tankstellenbetreibern, die die Richtlinien des Luxemburger Automobilclubs nicht befolgen. Er schreibt vor, dass Diesel winterfest gemacht werden sollte. Fehlen bestimmte Additive, flockt Diesel bereits bei minus sieben Grad aus und Kristalle verstopfen den Kraftstofffilter. Die Folge: das Auto springt nicht an.