
Im Saarland sollen in den kommenden Wochen mehrere Ladesäulen für Elektromobile an den Start gehen. Standorte sollen ÖPNV-Verknüpfungspunkte wie Bahnhöfe sein. Auch E-Mobile sollen für Pendler und Reisende dort bereitstehen.
(26.01.2013) Mit dem Pilotprojekt „E-Mobil Saar“ sollen das Saarland und langfristig auch der Großraum Saar-Lor-Lux zu einer Modellregion für nachhaltige Mobilität werden. Das kündigte Wirtschaftsminister Heiko Maas an. Bereits in den nächsten Wochen sollen zehn Ladesäulen an ÖPNV-Verknüpfungspunkten an den Start gehen. An den Stationen sollen zunächst 20 E-Mobile stationiert werden.
„Zukünftig können Pendler und Reisende flexibel von der Regional-, Saarbahn oder dem Bus auf ein E-Mobil umsteigen“, erklärte Maas. ÖPNV und Individualverkehr sollen so intelligent verknüpft werden. Der erforderliche Strom für die Elektrofahrzeuge soll nach Angaben des Ministeriums aus erneuerbaren Quellen kommen.
Maas verwies darauf, dass es bundesweit bislang erst rund 2.000 Ladestationen gebe. Insofern begrüßt er die Initiative der EU, europaweit eine frei zugängliche Ladeinfrastruktur für E-Mobilität aufbauen zu wollen. Alleine in Deutschland könnte die Zahl der Stationen bis 2020 auf 150.000 wachsen.
Aktuell wird parallel zum Aufbau der ersten zehn Ladesäulen im Saarland vom Wirtschaftsministerium bereits die Ausschreibung für die weitere Ladesäuleninfrastruktur vorbereitet. Insgesamt sollen landesweit rund 35 Ladestationen errichtet und 50 Elektrofahrzeuge angeschafft werden.
Die Planungen sehen vor, dass die Fahrzeuge mit einer Jahresabo-Karte der Saarbahn oder mit dem Uni-Semesterticket genutzt werden können. Darüber hinaus können die E-Mobile auch über die Car-Sharing-Webseite der Deutschen Bahn (www.flinkster.de) zum Stundenpreis gemietet werden.