
Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer hat in ihrer Regierungserklärung die Besonderheit der deutsch-französischen Freundschaft betont. Das Saarland habe durch den Frieden und die Öffnung der Grenzen profitiert. Es gebe aber noch Entwicklungspotenzial.
(16.01.2013) Fast eineinhalb Stunden ließ sich Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer in ihrer Regierungserklärung Zeit, um die Geschichte, die Gegenwart und die Zukunft der deutsch-französischen Beziehungen zu analysieren. Sie sagte, es gehe nicht darum, den 50. Jahrestag des Elysée-Vertrages zu feiern, sondern um eine dauerhafte Frankreich-Strategie.
Die CDU-Politikerin lobte auch die Errungenschaften früherer saarländischer Ministerpräsidenten. So sei es Oskar Lafontaines Verdienst, dass man heute an 140 Gymnasien das französische Abitur machen könne. Peter Müller habe das gemeinsame deutsch-französische Geschichtsbuch auf den Weg gebracht.
Kramp-Karrenbauer selbst will sich im Besonderen um binationale Berufsabschlüsse kümmern. Hier bestehe noch Nachholbedarf. Ihre große Vision ist es, innerhalb einer Generation die gesamte Großregion zweisprachig zu machen. Deshalb solle schon in Kindertagesstätten mit Französisch begonnen werden.
Das Saarland habe bei der Frankreichkompetenz noch viel Entwicklungspotenzial. Ziel müsse es sein, dass das Saarland das „natürliche Kompetenzzentrum“ für Europa und die deutsch-französischen Beziehungen werde.