
In diesem Jahr halten manche Einzelhändler im Saarland ihre Geschäfte zu Silvester länger geöffnet als offenbar vertraglich geregelt. Deshalb hat die Gewerkschaft Verdi scharfe Kritik geübt. Der längere Verkauf gehe zu Lasten der Beschäftigten, heißt es.
(30.12.2012) Im Saarland regt sich Widerstand gegen die Ladenöffnungszeiten zu Silvester. Verdi-Landeschef Alfred Staudt teilte mit, dass Einzelhändler ihre Geschäfte teilweise bis 18.00 Uhr geöffnet halten.
Nach dem Weihnachtsgeschäft gehe „das Verlangen nach noch mehr Umsatz bei den Unternehmen uneingeschränkt weiter“, so Verdi. Dies gehe zu Lasten der Beschäftigten und deren Familien.„Die Zeit für Freizeit, Familie und Kultur schrumpft ohnehin schon dramatisch seit Jahren, der Einzelhandel verschärft das nur noch mehr durch solche Öffnungszeiten.“, kritisierte Staudt.
Durch dieses „maßlose Ausweiten der Öffnungszeiten“ werde der „massive Verdrängungswettbewerb im Einzelhandel zusätzlich verschärft.“ Selbst tarifgebundene Unternehmen wie Globus würden gegen den Tarifvertrag verstoßen und ihre Häuser teilweise bis 17.00 Uhr öffnen. Verdi sieht bei der aktuellen Entwicklung den Manteltarifvertrag für den saarländischen Einzelhandel gefährdet.