
Nach dem Ende des Bergbaus im Saarland will die RAG auf Erneuerbare Energien setzen. Unter anderem hat das Unternehmen eine Machbarkeitsstudie für ein Pumpspeicherkraftwerk unter Tage in Auftrag gegeben. Nun liegt ein erstes Zwischenergebnis vor.
(21.11.2012) Derzeit gibt es keine technischen Ausschlussgründe für den Bau eines Pumpspeicherkraftwerkes im Nordschacht des Bergwerks Saar, sagt Bergwerksdirektor Friedrich Breinig. Das sei ein Zwischenergebnis der Machbarkeitsstudie. Ein Pumpspeicherkraftwerk im Nordschacht könne zwei Stunden lang eine Leistung von 300 Megawatt liefern.
Vor dem Hintergrund der Energiewende seien solche Speicher von großer Bedeutung für die Netzregulierung, so Breinig. Ein Pumpspeicherkraftwerk könne innerhalb von Sekunden volle Leistung bringen und Schwankungen bei Wind und Sonnenenergie ausgleichen. Das Ergebnis der Vorstudie soll Anfang 2013 vorgestellt werden. Spätestens Ende 2015 müsse die Entscheidung über den Bau des Kraftwerkes fallen.
Die RAG werde den Bau eines Pumpspeicherkraftwerkes aber nicht finanzieren, dafür müssten Investoren gefunden werden. Breinig sagte dem SR, ihm würde es sehr gefallen, wenn ein Kraftwerk im Bergwerk von Bergleuten geplant werden könnte.