
Bei der Saarstahl AG in Völklingen ist am Freitag eine neue Anlage zum Veredeln von Stahl offiziell in Betrieb genommen worden. In über einem Jahr Bauzeit hat das Unternehmen nach eigenen Angaben 150 Millionen Euro investiert.
(08.02.2013) Der Stahlhersteller Saarstahl hat seine Kapazität zur Produktion von hochwertigem Stahl mehr als verdoppelt. Wie das Unternehmen am Freitag in Völklingen mitteilte, sei die neue Anlage planmäßig in Betrieb genommen worden.
In der Anlage werden unerwünschte Stoffe, die den Stahl spröde machen, unter Vakuum aus der Schmelze herausgezogen. Legierungen, die dem Stahl eine gesteigerte Elastizität und Belastbarkeit verleihen, werden hinzugefügt. Mit dem Verfahren kann das Unternehmen nach eigenen Angaben mehr und vor allem höher legierte Stahlsorten anbieten, die vor allem für die Autoindustrie interessant sind.
Die Planung und die Bauzeit für die rund 150 Millionen Euro teure Anlage betrug rund zweieinhalb Jahre. Der Rohstahl für die Veredelung wird aus Dillingen geliefert. Nach Angaben der Unternehmensleitung können mit den neuen Anlage rund 2,7 Millionen Tonnen Stahl jährlich produziert werden. Die alte Sekundär-Metallurgie soll weiterhin als Reserve im Einsatz bleiben.