Große Fußstapfen hatte Patrick Herrmann im Sommer bei Borussia Mönchengladbach zu füllen. Der junge Saarländer nahm im Laufe der Saison die Rolle des gewechselten Marco Reus ein. Auch wenn er sich dabei nicht immer konstant zeigte, behauptete er seinen Stammplatz.
(28.12.2012) Die Saison 2011/12 war eine echte Traumsaison für Borussia Mönchengladbach und Patrick Herrmann, dem Saarländer in Reihen der „Fohlen-Elf“. Am Ende schaffte man mit Platz vier die Qualifikation für den internationalen Wettbewerb. Im Sommer verließen mit dem Brasilianer Dante, Roman Neustädter und vor allem Marco Reus allerdings drei Erfolgsgaranten den Club und hinterließen große Fußstapfen. Folgen hatte dies auch für Herrmann, der von den Medien gerne als „Reus-Nachfolger“ bezeichnet wird und im Laufe der Hinrunde auch die Position des Fußballer des Jahres im System der Borussia einnahm.
Am neunten Spieltag beorderte Gladbachs Trainer Lucien Favre Herrmann von der rechten, offensiven Außenbahn auf die Position der hängenden Spitze, die im so erfolgreichen Vorjahr noch Reus bekleidete. Der schnelle Saarländer fand sich in der neuen Rolle ganz gut zurecht, all zu hohe Erwartungen sollten sich allerdings von selbst verbieten. Schließlich kann keiner ernsthaft erwarten, dass Herrmann die unglaublichen Leistungen des jetzigen Dortmunders Reus wiederholen kann.
Viel mehr schwankte der 21-Jährige, wie auch das gesamte Team, zwischen stärkeren und schwächeren Auftritten, behauptete seinen Stammplatz aber gegenüber seinen Konkurrenten. Drei Tore und ebenso viele Assists gelangen ihm bei seinen 16 Auftritten in der Bundesliga, hinzu kam eine Torvorlage im internationalen Wettbewerb. Das Interesse am talentierten Saarländer ist trotz der schwankenden Formkurve auch in dieser Saison gestiegen. Internationale Topclubs wie Inter Mailand und Tottenham Hotspur zeigten laut englischen Medienberichten bereits Interesse am gebürtigen Uchtelfanger. Doch vorerst dürfte es Herrmanns Ziel sein, seine Auftritte bei Mönchengladbach auf dem Leistungsniveau zu stabilisieren, das er in der letzten Saison zeigte.
Ein großes Ereignis wartet auf den flinken Offensivspieler im Juni 2013. Dann tritt Herrmann gemeinsam mit der deutschen U21-Nationalmannschaft bei der Junioren-Europameisterschaft in Israel an. Spanien, Russland und die Niederlande heißen die hochkarätigen Gegner in der Vorrundengruppe. Doch dank einer starken Qualifikation, die man ohne Niederlage beendete, gehört die deutsche U21 zum Favoritenkreis. Und für Herrmann ergibt sich eine weitere Chance, sich in den Fokus zu spielen.