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Der saarländische Profi-Surfer Florian Jung (Foto: SR)

Surf-Expedition im Plastikmeer

Der saarländische Windsurfer Florian Jung nimmt sich mit seinem Projekt „AquaPower Expedition“ einem alarmierenden Thema an: die Verschmutzung der Weltmeere. Von der Pazifikinsel Guadeloupe aus segeln er und sein Team nach Europa und dokumentieren dabei die Folgen des zu sorglosen Umgangs mit Plastikmüll.

(21.04.2015) Die Zahlen sind alarmierend: Zwischen 4,8 und 12,7 Millionen Tonnen Plastikmüll landeten laut einer im Februar veröffentlichten Studie des Wissenschaftsmagazins Science im Jahr 2010 in den Weltmeeren. Durch die Bewegung der Wellen und UV-Licht zerkleinert, bilden die Partikel gigantische Plastikinseln in den Ozeanen. Die größte dieser Inseln im Nordpazifik soll inzwischen eine Größe vergleichbar mit Mitteleuropa erreicht haben.

Programmhinweis

Mehr zur Aktion gibt es heute Abend im „aktuellen bericht“ um 19.20 Uhr.

Surfer erkranken immer öfter

Wie sehr sich diese Meeresverschmutzung auswirkt, hat Florian Jung bereits mehrfach am eigenen Leib erfahren. Der saarländische Windsurfer berichtet von immer häufiger auftretenden Krankheiten bei sich und anderen Surfern, die durch das Plastik und andere Substanzen verursacht werden. Ein Zustand, den er nicht einfach so hinnehmen will. Sein Ziel: die zunehmende Verschmutzung durch Plastikmüll weiter in das Bewusstsein der Menschen zu rücken. Der Ursprung des Projektes „AquaPower Expedition“.

Durch den „atlantischen Müllteppich“

Gemeinsam mit anderen Sportlern, Meeresbiologen und Wissenschaftlern aus verschiedenen Ländern hat sich Jung vergangene Woche auf einem Segelboot von der Karibikinsel Guadeloupe auf die Reise über den Atlantik gemacht. Über die Virgin Islands, die Dominikanische Republik und die Bahamas geht es auf die Azoren, ehe Anfang Juni wieder Europa erreicht werden soll. Auf ihrem Weg durch den „atlantischen Müllteppich“, so Jung, sollen Planktonproben gesammelt werden, um die Verschmutzung anhand von Zahlen nachzuweisen.

Problem mit dynamischen Bildern darstellen

Der saarländische Profi-Surfer Florian Jung (Foto: SR) Profi-Surfer Florian Jung

„Als Windsurfer bin ich tagtäglich im Wasser, der Ozean ist quasi mein Büro. Daher liegt mir viel daran, dass es auch sauber bleibt“, sagt Jung, der die Reise mit seinem Sport verbindet. Die Stopps auf dem Atlantik wollen die Sportler im Team daher auch zum Surfen nutzen. Schließlich stelle die offene See die „ultimative Weise“ dar, neue Spots zu entdecken. Die Kombination aus ernstem Thema und faszinierenden Sportbildern ist bewusst gewählt. Auf dieses Art und Weise, erhofft sich der Windsurfer, könne man die Leute faszinieren und damit sein Hauptziel erreicht werden – das Problem mit dynamischen Bildern visuell darzustellen.

Deshalb soll am Ende der Reise über den Atlantik eine 45-minütige Dokumentation entstehen. Bereits während des Projektes werden in sozialen Netzwerken und auf aquapower-expedition.com Eindrücke und Neuigkeiten für Interessierte bereitgestellt.

(Christian Schwarz / mit Informationen von Marc Drumm)

Letzte Aktualisierung: 21.04.2015 - 14:15:23 Uhr (MESZ)
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