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Hinrundenbilanz der Saarländer (Foto: SR)

Hinrundenbilanz der Saarländer in der Bundesliga

Die Fußball-Bundesliga befindet sich seit Sonntag in der Winterpause. Zeit für SR-online einen Blick auf die Leistungen der sechs Saarländer, die bei Bundesligisten unter Vertrag stehen, zu werfen. Ein Bericht über Durchstarter, Pechvögel und Fanlieblinge.


Jonas Hector (1. FC Köln)

Jonas Hector (Foto: dpa)

(22.12.2014) Von der 2. Bundesliga in die Nationalmannschaft – Jonas Hector erlebte im vergangenen Halbjahr so etwas wie ein modernes Fußballmärchen. Zehn Einsätze in der Bundesliga reichten dem Linksverteidiger aus, um Bundestrainer Joachim Löw so sehr zu überzeugen, dass dieser ihn im November erstmals in den Kader des Weltmeisters berief. Gegen Gibraltar debütierte er schließlich und dürfte auf der nicht gerade üppig besetzten Position des Außenverteidigers im kommenden Jahr mit hoher Wahrscheinlichkeit weitere Bewährungschancen erhalten.

Denn was Hector in der Bundesliga beim Aufsteiger aus der Domstadt zeigte, ließ nicht nur den Bundestrainer aufmerksam werden. Mit einer beeindruckenden Konstanz besetzte der 24-Jährige, der 2010 von seinem Heimatverein SV Auersmacher nach Köln gewechselt war, die linke Außenbahn beim aktuellen Tabellenelften. FC-Trainer Peter Stöger nennt ihn den „idealen Profi ohne Star-Allüren“ und auch bei den Fans ist Hector einer der Lieblinge. Sein Stellenwert im Verein lässt sich aber auch an den Statistiken ablesen – Hector stand in allen 17 Spielen bis zur Winterpause in der Startelf und verpasste dabei keine Minute.


Philipp Wollscheid (FSV Mainz 05)

Philipp Wollscheid bei einer Pressekonferenz der deutschen Fußball-Nationalmannschaft  (Foto: dpa) Philipp Wollscheid bei einer Pressekonferenz der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, Foto: dpa

Mehr Spielzeit hatte sich Philipp Wollscheid erhofft, als er sich im Sommer von Bayer Leverkusen zum FSV Mainz ausleihen ließ. Wirklich aufgegangen ist dieser Plan im vergangenen Halbjahr allerdings nicht. Ein Muskelfaserriss warf den 25-Jährigen im September aus der Bahn, auch danach hatte er immer wieder mit kleineren Blessuren zu kämpfen.

Dadurch verlor er im Konkurrenzkampf um einen der beiden Plätze in der Mainzer Innenverteidigung entscheidend an Boden, wurde nur fünf Mal in der Bundesliga eingesetzt. Zum Abschluss des Fußballjahres 2014 stand Wollscheid bei der 1:2-Niederlage gegen Bayern München allerdings in der Startelf – wenn auch erst zum zweiten Mal in dieser Saison. Gut möglich also, dass es in der Rückrunde klappt mit den vermehrten Einsatzzeiten für Wollscheid, der 2013 immerhin zwei Mal für die deutsche Nationalmannschaft zum Einsatz gekommen war.


Patrick Herrmann (Borussia Mönchengladbach)

Patrick Herrmann (Foto: dpa)

In der DFB-Elf könnte in absehbarer Zukunft ein weiterer Saarländer auftauchen: Patrick Herrmann von Borussia Mönchengladbach wurde in der Vergangenheit immer wieder als mögliche Alternative für die Nationalmannschaft gehandelt, zu einer Nominierung reichte es für den 23-Jährigen bisher jedoch nicht. Wohl auch deshalb, weil er in dieser Saison seinen Stammplatz bei der Borussia nicht mehr sicher hat.

Gladbachs Trainer Lucien Favre setzte in der Hinrunde auf den offensiven Außenbahnen seines Teams auf das Rotationsprinzip. Herrmann nahm den Konkurrenzkampf an, spielte sich mit einem starken Einsatz und einem Tor gegen Paderborn Ende September in die Startformation. Es folgten zehn Einsätze von Beginn an – darunter ein überragendes Spiel gegen Hoffenheim – ehe er zum Hinrundenausklang gegen den FC Augsburg wieder auf der Bank Platz nehmen musste. Bemerkenswert waren Herrmanns Auftritte in der Europa League: In gerade mal 276 Minuten Spielzeit gelangen dem Saarländer vier Tore.


Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt)

Kevin Trapp (Foto: dpa)

Die Hinrunde von Torhüter Kevin Trapp war in erster Linie von einer Verletzung im linken Sprunggelenk geprägt, die er sich Ende September beim Spiel gegen den FSV Mainz zugezogen hatte. Bis zu diesem Zeitpunkt hütete der 24-Jährige fünf Mal das Tor der Frankfurter Eintracht, die die Hinrunde auf dem neunten Tabellenplatz abschloss. Nach seiner Verletzungspause ist Trapp inzwischen wieder ins Mannschaftstraining zurückgekehrt und dürfte zum Rückrundenauftakt seinen Platz im Tor wieder sicher haben.

Doch es gab auch positive Nachrichten für den gebürtigen Merziger: Unter anderem trägt er seit dem vergangenen Sommer die Kapitänsbinde bei den Frankfurtern. Sein hoher Stellenwert im Verein spiegelt sich darüber hinaus in Aussagen der Vereinsverantwortlichen wider, seinen 2016 auslaufenden Vertrag möglichst zeitnah verlängern zu wollen. Ein gutes Standing hat der Keeper offenbar auch beim Torwarttrainer der deutschen Nationalmannschaft, Andreas Köpke. Der nannte Trapps Namen im Oktober als einen von mehreren Kandidaten für einen Platz im DFB-Kader bei der Europameisterschaft 2016 in Frankreich.


Mike Frantz (SC Freiburg)

Mike Frantz, FC Nürnberg (Foto: dpa) Mike Frantz, FC Nürnberg

Nach sechs Jahren im Trikot des 1. FC Nürnberg wechselte Mike Frantz im Sommer vom Absteiger aus Franken zum SC Freiburg. 13 Spiele absolvierte der 28-Jährige seither, kam dabei zwar meist von der Bank, zeigte in seinen wenigen Einsätzen in der Startelf aber auch bereits seinen Stellenwert für seinen neuen Verein.

Gleich zwei Mal trug er sich beim Spiel gegen die TSG Hoffenheim Ende September in die Torschützenliste ein. Zum Hinrundenausklang markierte er beim 2:2-Unentschieden der Freiburger gegen Hannover 96 am Sonntag zudem die 1:0-Führung. Bei den SC-Fans scheint Frantz nicht nur deswegen wie schon in Nürnberg wieder auf dem besten Weg zum Liebling – bei seiner Auswechslung verabschiedeten sie ihn am Sonntag unter großem Jubel.


Adam Matuschyk (1. FC Köln)

Adam Matuschyk (Foto: dfb)

Seit 2010 steht der im Saarland aufgewachsene Adam Matuschyk im Bundesligakader des 1. FC Köln. Seither hat er Ab- und Aufstiege erlebt, war Stammspieler und spielte auch eine Halbserie auf Leihbasis für Fortuna Düsseldorf. In der aktuellen Saison sind seine Einsatzzeiten bisher überschaubar: Zwei Spiele über 90 Minuten, vier Mal ein- und zwei Mal ausgewechselt – so liest sich Matuschyks Arbeitsnachweis beim Aufsteiger vom Rhein.

Schuld ist in erster Linie die starke Konkurrenz auf seiner Position im defensiven Mittelfeld. FC-Trainer Stöger sieht den 25-Jährigen zwar weiter als wichtige Alternative, was alleine die Tatsache belegt, dass Matuschyk stets im Spieltagskader der Kölner zu finden war. Dennoch: Sein Vertrag läuft im kommenden Sommer aus und geplante Gespräche über eine Verlängerung wurden bisher nicht vermeldet.

(C. Schwarz)

Letzte Aktualisierung: 22.12.2014 - 14:33:10 Uhr (MEZ)
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