In einem dramatischen Finale mussten sich die Köllerbacher Ringer den Gegnern aus Mainz geschlagen geben. Beinahe wäre es den Saarländern gelungen, den Acht-Punkte-Rückstand aus dem Hinkampf aufzuholen. Die Entscheidung fiel im letzten Kampf.
(Sat Jan 26 21:01:00 CET 2013) Es war ein Finale, wie es spannender nicht hätte sein können. Nach der hohen 14:22-Niederlage waren die Chancen der Köllerbacher auf den siebten Meistertitel vor dem Rückkampf eher gering. Acht Punkte galt es aufzuholen.
Anders als im Hinkampf starteten die Köllerbacher mit zwei Siegen. Virgil Munteanu holte im Auftakt gegen den Mainzer Tahir Zaidov einen Punkt. Im zweiten Kampf verpasste Dimitar Kumchev nur knapp einen Schultersieg, siegte aber immer noch mit 3:1. Anschließend unterlag der Köllerbacher Andrei Dukov seinem Mainzer Kontrahenten Mahmut Bayoglu knapp mit 2:3.
"Finale um die Deutsche Meisterschaft" [Video, sportarena, 27.01.2013, Länge: 16:40 Min]
Hoffnung keimte auf, als der Franzose Melonin Noumonvi den Mainzer Daigoro Timoncini glatt mit 3:0 bezwang. Köllerbach baute seinen Vorsprung auf fünf Punkte aus - den hohen Rückstand aus dem Hinkampf aufzuholen, schien möglich.
Doch im letzten Kampf vor der Pause erhielten die Hoffnungen zunächst einen herben Dämpfer. Köllerbachs Thomasz Swierk musste sich Dawid Karecinski mit 0:3 geschlagen geben. Im Hinkampf hatte sich Swierk noch mit 3:1 durchgesetzt.
Nach der Pause konnten die Köllerbacher aber wieder neuen Mut schöpfen: Ibragim Aldatov, der im Hinkampf noch eine 4:0-Niederlage gegen Davyd Bichinashvili hinnehmen musste, gewann glatt mit 3:0 und brachte die Köllerbacher wieder mit fünf Punkten in Führung. Auch Martin Daum gewann seinen Kampf gegen George Bucur mit 3:2.
Mit einem 3:0 gegen Pascal Eisele erhöht Jan Fischer auf 18:9 für die Saarländer. Damit hatte Köllerbach das Ergebnis aus dem Hinkampf erstmals ausgeglichen und war in der Summe aller Kämpfe in Führung gegangen
Im vorletzten Kampf musste sich Timo Badusch dem Mainzer Ilyas Magomedov allerdings mit 2:3 geschlagen geben. Nun hatte es Andrey Shykka in der Hand: Im Hinkampf hatte er gegen Kiril Terziev mit 1:3 verloren. In der Saarlandhalle aber sah es so aus, als könnte Shykka sich vor heimischen Publikum für diese Niederlage revanchieren. Zwischenzeitlich lag er in Führung. Am Ende reichte es aber nicht. Terziev setzte sich mit 3:2 durch und bescherte Mainz den Meistertitel. Köllerbach gewann den Rückkampf zwar mit 22:15 - nach der 14:22-Niederlage im Hinkampf war das allerdings zu wenig.
| Klasse | Name | Name | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 55 gr | Munteanu | Zaidov | 1:0 |
| 120 fr | Kumchev | Harth | 3:1 |
| 60 fr | Dukov | Bayoglu | 2:3 |
| 96 gr | Noumonvi | Timoncini | 3:0 |
| 66 gr | Swierk | Karecinski | 0:3 |
| 84 fr | Aldatov | Bichinashvilli | 3:0 |
| 66 fr | Daum | Bucur | 3:2 |
| 84 gr | Fischer | Eisele | 3:0 |
| 74 gr | Badusch | Magomedov | 2:3 |
| 74 fr | Shykka | Terziev | 2:3 |
| Gesamt | Köllerbach | Mainz | 22:15 |