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Hendrick Zuck, 1. FC Kaiserslautern (Foto: dpa) Hendrick Zuck, 1. FC Kaiserslautern

Saarländer in der 2. Bundesliga

Nicht nur in Deutschlands Eliteliga spielen in dieser Saison Saarländer. Auch in der 2. Bundesliga standen im bisherigen Saisonverlauf fünf saarländische Profis auf dem Platz. SR-online zieht auch für sie eine Zwischenbilanz nach 19 absolvierten Spieltagen.

(31.12.2012) In der Jugend standen sie gemeinsam für den SC Großrosseln auf dem Platz, heute spielen Hendrick Zuck, Manuel Zeitz und Jonas Hector für den 1. FC Kaiserslautern, den SC Paderborn und den 1. FC Köln in der 2. Bundesliga. Doch die drei eint noch mehr: Denn nach 19 absolvierten Spieltagen können sie eine erfreuliche Zwischenbilanz ziehen. Das gilt auch für Steven Zellner (1. FC Kaiserslautern) und Adam Matuschyk (1. FC Köln), die das Quintett an saarländischen Spielern in Liga zwei komplettieren.

Hendrick Zuck - Senkrechtstarter von den Amateuren

Am Furiosesten ist wohl der bisherige Saisonverlauf von Hendrick Zuck zu bezeichnen. In 18 Spielen lief er für die Pfälzer auf. Als der 22-Jährige aus der Großrosselner Fußballschule nach zwei Jahren bei den Amateuren im Sommer seinen ersten Profivertrag beim FCK unterschrieb, war mit einer solchen Debütsaison nicht zu rechnen. Aber der gebürtige Püttlinger nutzte nach dem Erstligaabstieg und der Neustrukturierung des Kaders seine Chance. Von Beginn an setzte der neu verpflichtete Trainer Franco Foda auf den schussstarken Nachwuchsmann, der sowohl auf dem linken als auch auf dem rechten Flügel zum Einsatz kam. Zuck dankte es ihm in seiner Premierensaison mit guten Leistungen, erzielte vier Tore und gab drei Torvorlagen.

Steven Zellner - Profiteur von Verletzungen

Im defensiven Mittelfeld zuhause ist Steven Zellner. Der Primstaler steht schon seit Januar 2011 im Profikader der „Roten Teufel“. Der Durchbruch gelang ihm aber erst in dieser Runde. Nachdem ihn zuvor immer wieder Verletzungen zurückgeworfen hatten, spülten ihn am neunten Spieltag die Blessuren seiner Teamkollegen Pierre De Wit, Enis Alushi, Mimoun Azouagh und Ariel Borysiuk in die Startelf. Seither absolvierte der 21-Jährige zehn Partien für den aktuell Drittplatzierten der 2. Bundesliga. Spannend dürfte es sein, wie seine Spielanteile nach der Winterpause ausfallen, wenn seine Konkurrenten wieder mitmischen. Da dürfte sich dann auch die Zukunft von Zellner entscheiden, dessen Vertrag im Juni 2013 ausläuft.

Manuel Zeitz - Chance der Ausleihe nutzen

Manuel Zeitz, SC Paderborn (Foto: dpa) Manuel Zeitz, SC Paderborn

Spielpraxis sammeln und sich für höhere Aufgaben beweisen - mit diesen Vorgaben wurde Manuel Zeitz im Sommer vom Bundesligisten 1. FC Nürnberg an den Zweitligisten SC Paderborn ausgeliehen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist dieser Plan durchaus aufgegangen. 15 Mal kam Zeitz bei den Westfalen zum Einsatz - obwohl seine Paraderolle als Sechser gleich mehrere Spieler im Kader spielen können. Doch nach einem etwas holprigen Start war der frühere Spieler des 1. FC Saarbrücken zuletzt gesetzt, konnte sich auch über zwei Tore freuen. Die Leistungen des 22-Jährigen dürften auch bei seinem Stammverein nicht unbemerkt geblieben sein. Es wird spannend zu beobachten sein, welche Rolle man dort künftig für Zeitz vorsieht.

Jonas Hector - „Musterschüler“ von Stanislawski

Ein weiterer Senkrechtstarter der diesjährigen Zweitligasaison ist Jonas Hector vom 1. FC Köln. Genau wie der Lautrer Zuck wurde der 22-Jährige im Sommer von seinem Verein mit einem Profivertrag belohnt, nachdem er zuvor zwei Jahre für die Amateure der Rheinländer spielte. Und auch Hector nutzte nach dem Bundesligaabstieg die Chance unter dem neuen Trainer Holger Stanislawski. Dank starker Trainingsleistungen spielte er sich am 3. Spieltag in die Startelf, in der er anschließend elf weitere Male zu finden war. Kam er zunächst im zentralen Mittelfeld zum Einsatz, nahm er seit dem 13. Spieltag die Position des linken Verteidigers ein. Auf den früheren Auersmacher wollte Stanislawski auf keinen Fall verzichten, schulte ihn deshalb um. Mit Blick auf seinen Trainingseifer lobte er ihn mit den Worten: „An ihm kann sich so mancher ein Beispiel nehmen.“ 

Adam Matuschyk - Rückkehr und Vertragsverlängerung

Bereits seit 2010 spielt Adam Matuschyk beim 1. FC Köln. Nach einer Ausleihe zu Fortuna Düsseldorf in der Rückrunde der letzten Saison, schaffte der polnische Nationalspieler unter Stanislawski wieder den Sprung in die Startelf. Der 23-Jährige absolvierte 14 Spiele für den Absteiger und wurde Mitte November mit einem neuen Vertrag bis 2015 belohnt. „Hier entsteht etwas, und ich bin froh, dabei helfen zu können, den FC in eine erfolgreiche Zukunft zu führen“, erklärte Matuschyk, der in der Jugend für Merzig und Dillingen spielte, damals. Nach dem schwachen Saisonstart der Kölner dürfte der angestrebte Aufstieg in dieser Saison aber nur noch schwierig zu schaffen sein.

(Christian Schwarz)

Letzte Aktualisierung: 28.12.2012 - 15:01:48 Uhr (CET)
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