
Vorstand der Gewerkschaft "ver.di Saar"
Verdi-Landeschef Staudt setzt ein klares Signal: Er schließt einen Abbruch der Gespräche mit der Landesregierung über die Einsparungen im öffentlichen Dienst nicht aus. Das sagte er im Gespräch mit Michael Thieser. Hören Sie das Interview am Samstag ab 12.30 Uhr auf SR 2 KulturRadio.
(07.12.2012) Der Landeschef der Gewerkschaft verdi, Alfred Staudt, hat der saarländischen Landesregierung mit einem Ende der Gespräche über Sparmaßnahmen im öffentlichen Dienst gedroht, sollte man sich nicht auch über Einnahmeverbesserungen für den Landeshaushalt einigen können. Staudt sagte im SR-Interview der Woche: „Ich bin für Konsens, wenn er möglich ist und für Konflikt, wenn sich ein Konsens nicht erreichen lässt. Wenn es überhaupt kein Entgegenkommen bei der Verbesserung der Einnahmeseite gibt, dann ist für uns Schluss.“
Als Beispiel nannte der verdi-Landeschef eine Bundesratsinitiative zur Erhöhung der Vermögens- und Erbschaftsteuer. Dabei reiche allerdings ein einfacher Antrag keineswegs aus, sondern die Gewerkschaftsseite werde sich genau ansehen, wie substantiell und mit welchem Nachdruck dieses Anliegen verfolgt werde.
Hier können Sie das vollständige Interview mit Alfred Staudt online hören - per Klick auf den folgenden Link zur SR Mediathek:
Zugleich äußerte sich Staudt zum Ende des Jahres 2012 zufrieden mit dem Wechsel von der ehemaligen Jamaika-Landesregierung hin zu einer großen Koalition aus CDU und SPD. „Wir haben jetzt verlässliche Ansprechpartner, insbesondere in der Industrie- und Energiepolitik. Man weiß genau, wo man dran ist und die Beschäftigung der ehemaligen Jamaika-Regierung mit sich selbst, die alles gelähmt hat, ist endgültig vorbei“, so Staudt. Insgesamt könne man feststellen, es werde angepackt und „das ist auf jeden Fall besser, als das, was vorher war“.
Vom SR selbst produzierte Ausgaben des Interviews der Woche finden Sie zeitnah nach der Ausstrahlung auch zum Nachhören in der SR-Mediathek.