
Gustav Regler
2. Januar bis 7. Februar 2013, in 29 Folgen gelesen von Bodo Primus
Der 1898 in Merzig geborene und am 14. Januar 1963, also vor 50 Jahren, gestorbene Schriftsteller Gustav Regler veröffentlichte 1936 in dem Amsterdamer Exilverlag „Querido“ einen Roman über die deutschen Bauernkriege.
SR-Literaturexperte Ralph Schock hat zum 50. Todestag von Gustav Regler den Briefwechsel mit Klaus Mann herausgebracht. Ein Video aus der SR-Sendung "Kulturspiegel" vom 9. Januar 2013.
Das Buch gilt bis heute als eines der überzeugendsten Beispiele eines antifaschistischen historischen Romans. Überzeugend auch deshalb, weil er als ein ungemein spannendes Buch über einen Volksaufstand im Mittelalter zu lesen ist; gelungen aber auch, weil er – in historischer Verkleidung – aktuellste Probleme des antifaschistischen Exils in den ersten Jahren der Hitlerdiktatur thematisiert.
Joss Fritz, die Hauptgestalt des Buches, ist ein Schwarzwälder Bauer, der kurz vor 1500 das Elsass und den Breisgau aufwiegelte, ein – wie Regler schreibt – „kluger Fanatiker, der die Sprache des Volkes verstand, ein Organisator, der weitsichtig genug war, alle leidenden Volksschichten für die Sache des Bundschuhs zu gewinnen“. Zwar wird der Aufstand niedergeschlagen, aber als Symbol des Widerstands der Bauern gegen die Obrigkeit wie als Symbol des Traums von einer besseren Welt ist Joss Fritz bis heute lebendig geblieben.
Am Freitag, 7. Februar, hören Sie in „Fortsetzung folgt...“ eine Lesung von Georg Büchners berühmter Flugschrift „Der hessische Landbote“.
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Redaktion: Dr. Ralph Schock
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