
Wie die Saarländer so ungern über sich reden - selbst wenn sie etwas zu sagen hätten
Dass das Saarland eine Genußregion ist, ist bekannt - jedoch nur bei den Saarländern. Warum Genießer im Rest der Republik davon nichts wissen, versucht Oliver Hottong für "Land und Leute" am 23. Dezember, ab 12.35 Uhr, in Erfahrung zu bringen.
So sehen die Saarländer ihr Land: als Genussregion. Kulinarisch vom nahen Frankreich beeinflusst, hat die gehobene Küche hier eine jahrzehntelange Tradition. An jeder Ecke findet sich ein Spitzenrestaurant, das vom Durchschnittssaarländer, auch von denen mit durchschnittlichen Einkommen, regelmäßig besucht wird. Jüngste Veröffentlichungen bestätigen die Saarländer in diesem Selbstbild; zehn Sterne aus dem Guide Michelin verteilen sich auf gerade mal eine Million Einwohner - das ist in Deutschland Rekord. Und saarländische Historiker haben die Geschichte der Genussregion mittlerweile in allen Details nacherzählt.
Nur warum weiß davon außer den Saarländern keiner etwas davon?
Dieser Frage geht „Land und Leute“ am 23. Dezember, ab 12.35 Uhr, nach. Zu Wort kommen Gastronomen, Sterneköche, Tourismusmanager, Werbefachleute. Wir sprechen mit Menschen außerhalb des Saarlandes, blättern in Reiseführern und Speisekarten. Dabei wird klar, hier geht es um mehr als nur um gutes Essen. Es geht um das Provinzielle an sich. Und um das Allzumenschliche: dass es uns so schwer fällt, uns selbst zu erkennen und positiv über uns zu reden. SR 3-Autor Oliver Hottong bleibt trotzdem hartnäckig: Verdient die Genussregion Saarland nicht eine klares Bekenntnis?