Das Rehlinger Schloss Hausen wird auch nach seinem Verkauf ein Ort für Kultur- und Geschichtsinteressierte bleiben. Die Gemeinde und der Heimatverein dürfen Teile des historischen Gebäudes weiter als Heimatmuseum und für kulturelle Veranstaltungen nutzen
(28.12.2012) Die neuen Schlossherren in Rehlingen kommen der Gemeinde Rehlingen-Siersburg entgegen und geben ihr und dem Heimatverein die Möglichkeit, Teile des Schlosses Hausen auch weiterhin öffentlich zu nutzen. Vor diesem Hintergrund hatte der Gemeinderat sich bereit erklärt, auf sein Vorkaufrecht zu verzichten.
Bürgermeister Martin Silvarus ist mit dem Übereinkommen sehr zufrieden. Die Position von Gemeinde und Heimatverein habe sich gegenüber der bisherigen Rechtslage deutlich verbessert. Der öffentliche Gebrauch des Schlosses werde nicht nur gewahrt, sondern sogar ausgeweitet, sagte Silvarus. Die sogenannte Erbpacht, die die Gemeinde dazu berechtigt, Teile des Schlosses zu nutzen, wurde von 73 Jahren auf 99 Jahre verlängert. Im Gegenzug beteiligt sich Rehlingen-Siersburg mit 18.000 Euro an den notwendigen Renovierungsarbeiten am Schloss und an einer neuen Beleuchtung für den Schlossplatz.
Alexandra Magnus, eine der letzten drei Nachfahren der Freiherren von Hausen, hatte sich im September dazu entschlossen, das Schloss, das fast 500 Jahren im Familienbesitz war, zu verkaufen.