Direktanwahl von Seitenabschnitten

SR-online Ratgeber

Wissen

Saarländischer Rundfunk
Junger Mann beim Surfen im Internet (Foto: dpa) Junger Mann beim Surfen im Internet

Nackt im Netz

Peinliche Party-Bilder, anstößige Filme und Nachrichten. Das Internet vergisst nichts – und das kann schnell sehr unangenehm werden. Ein Studenten-Wettbewerb zum Thema Grundrechte im Netz möchte die Risiken der Onlinewelt aufzeigen.

(04.02.2013) Jeden Tag findet im Internet ein seltsames Ritual statt – besonders in sozialen Netzwerken. Mal eben schnell eingeloggt, stolpert man fast immer zwangsläufig über die oft fragwürdigen Zeitzeugen der letzten Nacht: Peinliche Partyfotos, offensichtlich in betrunkenem Zustand geschriebene Pinnwandeinträge, seltsame oder sogar anzügliche Nachrichten.

Online seit der Wiege
Besonders diejenigen, die schon im Kinderzimmer einen Rechner mit Internetanschluss ihr eigen nennen konnten – und die das Netz und seine Regeln quasi mit der Muttermilch aufgesogen haben, sehen sich beim Surfen nicht selten mit einem großen Problem konfrontiert: wie kann ich mein privates Leben gestalten, ohne mich dabei öffentlich bloßzustellen? Wie kann ich meine Erlebnisse mit anderen teilen, ohne mich und meine Freunde unter Umständen zu blamieren?

Das Internet und seine Rechte
Denn in der digitalen Welt gelten dieselben Regeln, wie im täglichen Leben. Und auch die Grundrechte jedes Einzelnen gehören dazu. Dabei geht es um sperrig klingende Begriffe wie „Recht auf Privatsphäre“ oder „Schutz vor staatlichen Eingriffen“. Die aber betreffen jeden Internet-User ganz konkret. Denn die totale Vernetzung macht nackt – und sie ist problematisch. Wie kann ich meine privaten Daten schützen? Welche Folgen hat es, wenn ich durch mein Handy mit Funk und GPS praktisch überall überwacht werden kann?

Studenten-Wettbewerb soll helfen
Für solche Fragen möchte ein Wettbewerb sensibilisieren, den das Bundesministerium für Justiz jetzt ausgeschrieben hat. Das Angebot richtet sich ausschließlich an Studierende. In Form von Videos, Webseiten, Web 2.0-Projekten oder Präsentationen sollen sie das Thema „Grundrechte im Internet“ aufgreifen, und damit den Umgang mit dem Netz und dessen Folgen kritisch hinterfragen. So lernt jeder, sich bewusster zu bewegen und auch mit den Inhalten anderer verantwortungsvoll umzugehen.

Nackt in der digitalen Welt
Mitmachen kann jeder Studierende, egal welcher Fachrichtung. Entweder als Einzelner, oder in einer Gruppe mit bis zu fünf Personen. Die Beiträge können über die Webseite des Bundesministeriums für Justiz noch bis zum 15. März 2013 eingereicht werden. Die drei besten Arbeiten zum Thema „Nackt im Netz“ gewinnen Geldpreise bis zu 3.000 Euro. Außerdem werden kostenlose Medientrainings vergeben. Ein Gewinn dürfte der Wettbewerb letztlich aber für alle Teilnehmer sein: Wer sich mit dem Thema beschäftigt, der bewahrt sich schon jetzt selbst vor dem Nacktsein in der digitalen Welt. Und: vor so manchem, peinlichen Moment.

(red)

Letzte Aktualisierung: 04.02.2013 - 08:46:32 Uhr (CET)
Der Saarländische Rundfunk ist nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.
26.05.2013
Saarlandwetter
Dauerregen Sonne und Wolken
So Mo
Digitales Satfernsehen
Teaserbild Satellitenfernsehen (Foto: dpa)
plusminus
Teaser Plusminus Logo  (Foto: SR)
Ratgeber
ratgeber_auto_reise_verkehr_175x59-orange (Foto: SR)
bonus
bonus_logo_335 (Foto: SR)
SR 3 Verbrauchertipp
SR 3 Verbrauchertipp (Foto: dpa)
Bunte Funkminuten
SR 3 Teaser, Bunte Funkminuten (Foto: SR)
Wirtschaft
Boerse (Foto: SR)