
Deutsche Internetnutzer sind bei ihren Passwörtern zu bequem. In einer Emnid-Umfrage gab über die Hälfte der Nutzer an, nicht für jeden Online-Dienst ein eigenes Passwort zu benutzen. Damit werde es Kriminellen zu einfach gemacht, warnt Prof. Hammann von der Polizeilichen Kriminalprävention
(03.02.2013) Ob E-Mail, Onlineshop oder Facebook: Wer viel im Internet erledigt, braucht viele Passwörter. Um nicht den Überblick zu verlieren, nutzen zahlreiche User das gleiche Passwort für verschiedene Dienste. Das belegt eine Umfrage des Forschungsinstituts TNS Emnid im Auftrag des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Danach hat über die Hälfte der Befragten nicht für jeden Internetdienst ein anderes Passwort.
„Damit macht es der Nutzer Kriminellen leicht, an seine Daten zu kommen“, sagt Prof. Wolf Hammann, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Werde das gleiche Passwort dann auch für Konten oder Online-Shops verwendet, gingen Betrüger gerne mal auf Kosten des Opfers auf Shoppingtour, so Hammann weiter. Besonders leichtes Spiel hätten Täter bei Passwörtern, die ausschließlich Begriffe aus Wörterbüchern enthalten. Mit Hilfe von speziellen Geräten würden blitzschnell alle Begriffe von Aal bis Zwetschge ausprobiert, erklärt der Vorsitzende.
Das sichere Passwort
Wichtig ist folglich ein starkes Passwort. Es bestehe aus Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern sowie Sonderzeichen, erklärt BSI-Präsident Michael Hange. Allerdings müsse auch das stärkste Passwort alle drei Monate geändert werden. Auf diese Weise mache man es Kriminellen bedeutend schwerer, sagt Hange.